Projekte



ausführliche Information    
Luchs  Fledermäuse Storchfolder
Elch Mauersegler Wachtelkönig
Habichtskauz Schwalben Böhmischer Enzian
Böhmische Gans, Goldsprenkelhuhn Flussperlmuschel Torf-Au/Mühle


Kurz-Information    
Schwalben Gefährdete Haustierrassen Naturerlebnisweg
Teiche-Tümpel-Weiher Böhmischer Enzian Großsäuger (Luchs,...)
Berdetschläger Bauernmühle Öko-Inseln UNIVERSUM Böhmerwald
Mauersegler-Kurzfassung    


Schwalben


Eine Schwalbe ... viele Sommer





Als der Mensch aus dem Garten Eden vertrieben wurde, stand da der Engel mit dem Flammenschwert.
Nur der Schwalbe gelang es, am wachenden Engel vorbai aus dem Paradies zu fliegen. Seit dieser
teilt sie mit uns Menschen die Mühsal des Erdenlebens, so die Legende.

Wir möchten hinzufügen:
Die Schwalbe hält die Verbindung zum Garten Eden dadurch aufrecht, daß sie zum Glücksvogel der Menschen
geworden ist. Helfen auch Sie, diese Mitgeschöpfe zu erhalten.





Ein Projekt zum Nachmachen:

Die Österr. Naturschutzjugend Haslach will genau wissen, wie sich der Bestand an Rauch- und Mehlschwalben im Raum Haslach entwickelt. Seit 1980 wird eine genaue Aufzeichnung aller bebrüteten Schwalbennester in den Dörfern Damreith, Oedt, Hörleinsödt, Hinternberg und Hartmannsdort (alle im Nahbereich um Haslach) durchgeführt.




Welche Ziele wollen wir damit erreichen?

Aussagen über die Entwicklung des Schwalbenbestandes aufgrund jährlicher Zählungen der Brutpaare.
Überprüfung der Auswirkungen von künstlichen Nisthilfen und Schwalbentümpeln.
Verständnis der Dorfbewohner für unser Schwalbenschutzprogramm durch regelmäßigen Kontakt, Information und Einbindung in die Zählarbeit.
Information über unsere Glücksbringer und Anregung zu ähnlichen Projekten durch gezielte Medienarbeit (Berichte in Regionalzeitungen; Sendungen in Hörfunk und Fernsehen).

Das Schwalbenprojekt der önj Haslach wurde durch Mag. Birgit Kaffenda im Rahmen einer Diplomarbeit bearbeitet.


Gefährdete Haustierrassen


Die Letzten von gestern ... die Ersten von morgen?





... moderne Haustierrassen bringen mehr Leistung, sind für hochtechnisierte Betriebsformen
besser geeignet und erzielen somit höhere Erträge ...




Wir fragen trotzdem:

Österreich war reich an regionalen Haustierrassen. Wo sind noch Restbestände zu finden?
Sind alte und angestammte Haustierrassen auch heute noch wirtschaftlich nutzbar? Wo liegen ihre Qualitäten?
Können sie zur Biotoppflege eingesetzt beitragen, gewachsene Kulturlandschaften zu erhalten?



Beispiele aus dem Böhmerwald


Das (Böhmer-)Waldschaf




Das Waldschaf ist ein direkter Nachkomme des Zaupelschafes und zählt damit zu den ältesten Schafrassen Mitteleuropas. Es ist ein kleines bis mittelgroßes, feingliedriges Schaf. Die Wolle ist eine typische Mischwolle, langhaarig und reich an Wollfett (Lanolin). Damit hat sich das Waldschaf ideal an die hohen Niederschläge in der Böhmerwaldregion angepaßt. Ein besonderes Kennzeichen dieser alten Rasse ist ihre Fruchbarkeit. Ein Schaf lammt meist zweimal pro Jahr, Zwillingsgeburten sind häufig. Die hohe Vermehrungfreudigkeit und die besondere Fleischqualität machen das Waldschaf auch heute noch konkurrenzfähig.
link zu: Erhaltungsprojekt Waldschaf, Textilwerkstatt Haslach



Das Rote Höhenvieh



In viele lokale Typen unterteilt, läßt sich das Rote Höhenvieh auf ein rot bis rotbraun gefärbtes Rind der Kelten zurückführen. Es zeichnet sich durch gute Futterverwertung, leichte Abkalbung, hohe Fruchtbarkeit und hohe Fleischqualität aus. Damit ist es ein ideales Rind zur Mutterkuhhaltung. Das Rote Höhenvieh ist ein genügsames und robustes Rind. Es ist deshalb besonders für die rauhe Böhmerwaldregion geeignet.

Projektziele:

Erhaltung gefährdeter regionaler Haustierrassen als Genreserven.
Verwendung verschiedener Rinderrassen zur Landschaftspflege auf gefährdeten Grünlandzonen.
Aufbau rassebezogener Produktvermarktungsprogramme (Fleisch, Milch, Wolle) für die Gastronomie und den Privatverbraucher in der Region.
link zu: Rotes Höhenvieh in Deutschland



Böhmische Gans, Goldsprenkelhuhn

Böhmische Gans, Goldsprenkelhuhn


 

Naturerlebnisweg


Natur-Erlebnis-Weg statt Natur-Lehr-Pfad






Ein Weg wird zum Naturerlebnis

Die sonst übliche Bezeichnung Natur-Lehr-Pfad ist bewußt vermieden, denn lehren entspricht nicht den Absichten der Wegbereiter. Die Besucher sollen die Natur mit all ihren Sinnen wahrnehmen und erleben. Wir sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen oft nur Gegenstände, die von Menschen und Maschinen stammen. Entlang des Natur-Erlebnis -Weges sollen im konkreten Naturerleben unsere Sinne aktiviert werden und wieder Kontakt zu unserer natürlichen Umwelt finden.


Einige Beispiele:

Wie sieht das Leben im Ameisenhaufen aus?
Spannungsfeld Jagd und Ökologie in der Nähe der Wildfütterung.
Der Lebenslauf einzelner Baumarten (Alter, Höhe, Durchmesser)
Der Fluß, die Steinerne Mühl, und seine Lebewesen (Quelle, Mündung, Wasserführung; Fischarten, Wasserinsekten, Amphibien)
Entstehung einer Felsformation - Wollsackverwitterung


Teiche-Tümpel-Weiher


Große Vielfalt auf kleinem Raum!




Vor wenigen Jahrzehnten noch bereicherten sie in großer Zahl das Landschaftsbild, standen sie in engster
Verbindung mit dem ländlich-bäuerlichen Leben - der Dorfweiher, die "Schwö" beim Hof, der Tümpel am Wiesenrand:


Von der Weidetränke zur Eisgewinnung, vom Pumpspeicher bis zum Bleicher- und Wagnergewerbe spannte sich
der Bogen ihrer Verwendung. Konzentrationspunkte vielfältigen pflanzlichen und tierischen Lebens, reich
strukturierte ökologische Inseln im Landschaftsgefüge waren sie gleichsam nebenher, oft generationenlang.


Doch in den vergangenen Jahrzehnten unterlag die Kulturlandschaft auch im Oberen Mühlviertel tiefgreifenden
Veränderungen: Traditionelle Wirtschaftsformen mußten einer technisierten Landwirtschaft weichen, in der
Kleingewässer weder Verwendung noch Platz finden. Scheinbar nutzlos geworden und oftmals einer rücksichts
losen Bautätigkeit im Wege, verschwanden allein in der Umgebung von Haslach fast zwei Dutzend Feuchtbiotope ...




... ein Projekt entwickelt sich

In Sorge um die Zukunft dieser faszinierenden Lebensräume erstellte die önj Haslach noch in den Siebzigerjahren
eine erste Gewässerkartei, sammelte praktische Erfahrung beim Anlegen von Folientümpeln; während eines Jahrzehnts
entstehen mehr als 20 dieser "Biotope aus zweiter Hand". Im Schwerpunktjahr 1988 gehen wir ein paar Schritte weiter:


Die Ziele:

Erfassung von Zustand und ökologischem Wert der Objekte anhand ausgewählter biologischer und wasserchemischer Untersuchungen.
Nachforschungen über die oftmals wechselvolle und geschichtenreiche Vergangenheit der Gewässer; manche stehen seit mehreren Jahrhunderten im Mittelpunkt des Dorfgeschehens.
Information und Bewußtseinsbildung durch Öffentlichkeitsarbeit; das hohe ökologische Potential der Lebensräume soll als ihre nunmehrige "Funktion" erkannt werden.



weitere Projektinformation und das Buch "Natur-Erlebnis-Weg" bei der önj Haslach



Böhmischer Enzian

 

Der Böhmische Enzian ist ein gefährdetes Naturjuwel
Die önj Haslach setzt sich für die Erhaltung der seltenen Pflanze ein

Seit 1988 ist die önj Haslach dem Böhmischen Enzian (Gentianella bohemica), einer typischen Blütenpflanze des Böhmischen Massivs auf der Spur...
weiter

 

 


 

Großsäuger



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  Wolf
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 


Die Torf-Au mit der
Berdetschläger Bauernmühle




"Die Torf-Au ist ein letztes Beispiel für die einst so verbreiteten artenreichen
Feuchtwiesen der Mühlviertler Täler , von denen nach den Meliorationen
der letzten Jahrzehnte nichts übrig blieb!"

(Univ.-Prof. Dr. Robert Krisai)

Flora und Vegetation
In der Torf-Au ist sie also noch aufzufinden - die ganze Vielfalt der einst mühlviertel-typischen Kristallinflora. In Abhängigkeit von unterschiedlichem Feuchtegrad, Nährstoffangebot und Nutzungsregime hat sich - oft kleinräumig verzahnt - ein Mosaik aus Auwiesen, Bürstlingsrasen, Niedermooren, Braunseggensümpfen, Feldgehölzen, Bruchwäldern und Auresten erhalten.

Vogelwelt
Bisher konnten in der Torf-Au 65 Vogelarten nachgewiesen werden. Von den 103 derzeit in Österreich gefährdeten Brutvogelarten (als gefährdet gelten ca. 50% aller Brutvogelarten Österreichs) dient die Torf-Au 11 Arten als Brutraum, Jagdrevier oder Raststation während des Frühlings- bzw. Herbstzuges. Das bedeutet, daß jede zehnte bedrohte Vogelart dieses Feutgebiet als "ökologischen Stützpunkt" nutzt und zum Überleben benötigt.

Schmetterlinge
Lebensraumvielfalt und Strukturreichtum der Torf-Au sind auch für die beeindruckend hohe Anzahl von Schmetterlingsarten verantwortlich. Es konnten rund 400 Großschmetterlingsarten (Macrolepidoptera) nachgewiesen werden. Der überwiegende Teil davon ist als sehr selten zu bezeichnen; 18 Arten sind laut "Roter Liste" in ihrem Bestand akut gefährdet.

Flußperlmuschel
Die Flußperlmuscheln zählen zu den am stärksten gefährdeten Tierarten Österreichs und stellen höchste Ansprüche an ihren Lebensraum und an die Qualität des Wassers. Mit bis zu 130 Jahren können sie ein außerordentliches Lebensalter erreichen. In der Großen Mühl bei der Torf-Au gibt es sie noch die Flußperlmuschel und wird hier von der önj Haslach wissenschaftlich erforscht und geschützt.

Berdetschläger Bauernmühle
Ein Kulturgut mit Zukunft - inmitten einer wunderbaren Landschaft!

link: Torf-Au und Berdetschläger Bauernmühle


Publikation:
"Die Torf-Au mit der Berdetschläger Bauernmühle, Kulturlandschaft der besonderen Art" - bestellen


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