Aktuelles


Vogelbeobachtung am Morgen

 

Bei einer morgenlichen Vogelbeobachtung am Grünen Band im Grenzgebiet Österreich-Tschechien konnten in 3 Stunden von ca. 15 Beobachtern insgesamt 34 unterschiedliche Vogelarten beobachtet werden. Und zwar:
Goldhähnchen, Hausrotschwanz, Misteldrossel, Rabenkrähe, Klappergrasmücke, Rauchschwalbe, Goldammer, Zilpzalp, Buchfink, Rotkehlchen, Buntspecht, Mäusebussard, Eichelhäher, Taube, Wacholderdrossel, Feldlerche, Kreuzschnabel, Kohlmeise, Amsel, Grünling, Blaumeise (Brutnachweis), Bachstelze, Star, Zaunkönig, Braunkehlchen, Neuntöter, Baumpiper, Baumfalke, Mönchsgrasmücke, Erlenzeisig, Stiglitz, Gimpel, Gartenbaumläufer, Tannenmeise;


Zwei Jungstörche Anfang Juni 2010

 

Die Haslacher Storchenbrut war 2010 wieder erfolgreich!
Bei einem ersten Blick in den Horst vom Kirchturm aus am 4. Juni waren zwei Jungstörche zu beobachten.

Die Elterntiere sind fleißig am Füttern und wir hoffen, dass weiterhin alles gut geht.



Zugkunft Mühlkreisbahn

 

Die önj Haslach unterstützt die unabhängige Initiative "Zugkunft Mühlkreisbahn". Die Mühlkreisbahn ist als öffentliches Verkehrsmittel für das Obere Mühlviertel besonders wichtig. Überdies ist das Landschaftserlebnis Mühlkreisbahn immer wieder sehr beeindruckend. Dem geübten Naturbeobachter sind bei einer Fahrt mit der Mühlkreisbahn schöne Naturbeobachtungen sicher - seien es Wasseramsel, Graureiher, Gänsesäger, Biber- und Fischotterspuren, Eisvogel oder Rehe und Hasen.

Unterstützen auch Sie die Bemühungen um den Erhalt und die Attraktivierung der Mühlkreisbahn mit Ihrer Zugfahrt sowie unter "Zugkunft Mühlkreisbahn".


Biber im önj-Naturschutzgebiet Torf-Au

 

Der Biber ist wieder heimisch an der Großen Mühl. Auch im önj-Naturschutzgebiet Torf-Au fühlt er sich wohl und findet viel Nahrung - im Winter flußbegleitende Weichhölzer, im Sommer flußnahe Feuchwiesen. Es zeigt sich abermals, wie wichtig Uferschutz und Schutzgebiete sind und dass sich langfristige Naturschutzbemühungen auszahlen. Herzlich Willkommen Biber!


Feuchtgebiet Wässerwiese

 

Wässerwiesen waren in früherer Zeit im Mühlviertel weit verbreitet. Mit dem Strukturwandel in Landwirtschaft und Gesellschaft sind sie gänzlich verschwunden. Aber nur fast, denn die önj betreibt immer noch eine Wässerwiese im Naturschutzgebiet Torf-Au. Hier wird im frühen Frühling und im späten Herbst nach einem alten Recht, Wasser des Klafferbaches über die Wiese geleitet. Ein temporäres Feuchtgebiet entsteht - wichtig u.a. für durchziehende Zugvögel.


Die Haslacher Störche sind wieder da

 

Am 27. März 2010 sind wieder zwei Störche am Haslacher Storchenhorst gelandet. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren sehr früh. Besonders erfreulich ist, dass beide Störche gleichzeitig eingetroffen sind. Nach dem Storchendrama 2009 hat sich nun ein neues Paar gefunden und die Chancen stehen gut für ein erfolgreiches Storchenjahr 2010. Das 15. mal in Serie sind heuer die Weißstörche auf Sommerfrische in Haslach a. d. Mühl.


önj-Veranstaltungen

  Vogelbeobachtung am Sonntagmorgen
So, 6. Juni 2010, Treffpunkt: 7:30 Uhr, Parkplatz Helfenberger Hütte, Oberafiesl
Dauer: 2 - 3 Stunden; Reisepass und Gucker bitte mitnehmen;

Wandern im Nationalpark Šumava
Sa, 25. September 2010, 9:00 Uhr, Treffpunkt: ehem. Zollhaus Schöneben
Dauer: ca. 4 Stunden; Reisepass bitte mitnehmen;






Natur des Jahres - Kormoran, Teichmolch & Dachs
im Jahr der Biodiversität


Kormoran - Foto: Nabu

 


Teichmolchmännchen - Foto: Wikipedia

 


Dachs

 

2010 ist das internationale Jahr der Biodiversität. Dabei soll besonders darauf aufmerksam gemacht werden, dass die unvorstellbare Vielfalt an Natur überhaupt erst ein stabiles Leben auf der Erde ermöglicht und alles daran gesetzt werden muss, diese Vielfalt zu erhalten. Naturschutzorganisationen setzen sich seit vielen Jahrzehnten für den Erhalt der natürlichen Vielfalt an Lebensräumen, Tieren, Pflanzen und Genen ein. Für breite Kreise der Gesellschaft sind das aber leider immer noch "Randthemen" und gerade heute ist die Versuchung wieder groß, alles andere als wichtiger zu erachten als eine artenreiche Natur. Dabei übersieht der modern-gestresste Mensch allzu leicht, wie sehr er auf eine vielfältige Natur angewiesen ist.

Vogel des Jahres 2010 - Der Kormoran - Meistertaucher
Jahrzehntelang war der Kormoran (Phalacrocorax carbo) aus Österreich so gut wie verschwunden – das Ergebnis intensiver menschlicher Verfolgung. Erst nach konsequentem Schutz durch die EG-Vogelschutzrichtlinie (1979) haben sich die Bestände wieder erholt. Die Rückkehr des Kormorans ist ein Erfolg für den Vogelschutz, auf den wir stolz sein können. Verschiedene Interessensvertreter versuchen jedoch, die Vertreter von Politik und Behörden von angeblich massiven wirtschaftlichen Schäden und der Bedrohung einzelner Fischarten durch den Vogel zu überzeugen. Doch Kormorane vernichten keine natürlichen Fischbestände und gefährden langfristig auch keine Fischarten. Vielmehr kommt es darauf an, sich für die ökologische Verbesserung unserer Gewässer einzusetzen – damit alle Fische und Wasservögel Raum zum Leben haben. Aus unserer Sicht sollten fischfressende Vogelarten wie der Kormoran als natürlicher Bestandteil unserer Gewässerökosysteme akzeptiert werden.
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Lurch des Jahres 2010 - Der Teichmolch - Kleiner Allerweltsdrache
Der Teichmolch – wissenschaftlich Lissotriton vulgaris (früher Triturus vulgaris) – hat ein riesiges Verbreitungsgebiet: Es erstreckt sich über fast ganz Europa, von Irland bis zum Kaukasus und von Skandinavien bis nach Griechenland. Auch in Österreich sind diese Amphibien weit verbreitet, obwohl sie wenig bekannt sind. Denn Teichmolche sind heimlicher Bewohner unserer Wälder, Wiesen und Gärten. Einen Großteil des Jahres leben die nur sieben bis neun Zentimeter langen Schwanzlurche versteckt an Land, nur während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr kann man – mit etwas Glück auch im eigenen Gartenteich – ihre komplexen und hoch interessanten Paarungsrituale beobachten.
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Tier des Jahres 2010 - Der Dachs - Allesfresser mit Winterpause
Auch wenn er bei uns weit verbreitet ist, seine Bauten in kaum einem Wald fehlen, haben den nachtaktiven Dachs wohl nur die wenigsten Naturfreunde schon leibhaftig zu Gesicht bekommen. Viele kennen ihn bestenfalls ausgestopft oder von den weichen Rasierpinseln, deren Haar allerdings meist aus asiatischen Dachszuchten stammt.

Mit 80 bis 90 Zentimetern vom Kopf bis zur Schwanzspitze ist der grau gefärbte Dachs mit den typischen schwarzen Gesichtsstreifen nicht viel größer als der Rotfuchs. Der Körperbau von Meister Grimbart ist aber breiter und gedrungener als bei Reineke und so bringen gut genährte männliche Dachse bis zu 15 oder gar 20 Kilogramm auf die Waage, während Füchse nur auf sieben Kilo kommen. Dachse leben vorzugsweise in Laub- und Mischwäldern, kommen aber auch in Parks und in heckenreichen Feldfluren vor. Wichtig für die Höhlenbauer ist der Boden, felsiger Untergrund oder lockerer Sand sind ebenso ungeeignet wie grundwasser- oder überflutungsgefährdete Regionen. Dachse haben an den Vorderpfoten lange Klauen, mit denen sie hervorragend graben können.

Unterirdische Mehrfamilienhäuser; Bis zu fünf Meter tief reichen die über mehrere Eingänge zugänglichen Wohnkessel. Im Laufe der Zeit werden die unterirdischen Wohnungen von Dachsgeneration zu Dachsgeneration erweitert, so dass das System hunderte Meter lange Gänge und zig Wohnkessel umfassen kann. Neben mehreren Dachsfamilien finden dann auch Füchse im Dachsbau Platz.

Dachse sind Allesfresser. Ob Beeren oder Wurzeln, Regenwürmer oder Heuschrecken: Kaum etwas, das ihnen auf ihren nächtlichen Streifzügen vor die geruchsempfindliche Nase kommt, wird verschmäht. Für die kalte Jahreszeit fressen sich die Dachse ordentlich Speck an, so dass sie bis zu drei Monaten ohne Nahrung auskommen können. Zurückgezogen im frostfreien Bau, halten sie keinen Winterschlaf, sondern lediglich eine je nach Witterung mehr oder minder lange Winterruhe.
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Lebensader Große Mühl


 

Die Große Mühl legt auf Ihren 70 km von der Quelle im Böhmerwald (Dreisesselberg) bis zur Mündung in die Donau bei Untermühl 1.000 Höhenmeter zurück. Sie bringt das Wasser des Böhmerwaldes zu den Menschen am Fluss und weiter zur Donau. Dabei verbindet die Große Mühl zwei besondere Landschaften & Europaschutzgebiete miteinander und wird selbst zum Identitätsstifter für die Menschen an der Mühl.

Das Einzugsgebiet der „Michl“ umfasst ungefähr 560 km2 in drei Ländern. Vom bayerischen Dreisesselberg bis zum südböhmischen Wittinghausen fädeln sich die Quellgebiete des Flusses und seiner Zubringer entlang der Hauptwasserscheide auf.

Vielfältig ist das Leben, das sich an dieser Lebensader entwickelt und erhalten hat. Neben dem Menschen, der diesen Fluss seit vielen Jahrhunderten nutzt, beheimatet die Mühl und ihre Ufer auch viele Tiere. Jeder Bewohner hat andere Ansprüche an diesen Lebensraum.

Der schillernde Eisvogel zum Beispiel braucht naturnahe Ufer, wo er seine Bruthöhlen graben kann und kleine Fische im Fluss als Nahrung. Die Wasseramsel wiederum braucht frei fließendes, sauerstoffreiches Wasser und dazwischen größere Steine als Ansitzwarten für die Jagd nach Wasserinsekten.

Der Fischotter benötigt Fische als Beute und das Wohlwollen des Menschen. Letzteres braucht auch der Biber, der vor allem Laubhölzer am Ufer als Winternahrung nutzt. Beide nutzen sie das Mühltal auch als „ökologischen Wanderweg“ – ebenso der Luchs. Der Gänsesäger wiederum braucht größere Baumhöhlen an den Ufern als Brutmöglichkeiten. Der Uhu bevorzugt störungsarme steile Felsgebiete und sanfte Waldwirtschaft. Der Graureiher sucht flache Ufer und die oben erwähnte Akzeptanz durch den Menschen.

Die Bachforelle braucht kleine Seiten- und Wiesenbäche als Unterstände und Kinderstube für Jungforellen. Der Weißstorch mag artenreiche „Michlwiesen“ und Überschwemmungsgebiete; ebenso der scheue Schwarzstorch, der auch noch störungsarme und feuchte Wälder bevorzugt. Bachneunauge und Flussperlmuschel brauchen natürliche Fließstrecken und abwechslungsreichen Untergrund. Und schließlich die Gelbbauchunke sucht gerne warme Lacken in Ufernähe auf.

Je struktur- und abwechslungsreicher eine Landschaft ist, umso mehr Vielfalt kann sie hervorbringen. Wenn wir die Bedürfnisse dieser ausgewählten tierischen Vielfalt in unseren menschlichen Überlegungen beherzigen, erhalten wir uns mit der Großen Mühl einen unverwechselbaren Lebensraum daheim.


Aussterben der Arten schreitet weiter voran - aber: önj arbeitet seit Jahrzehnten für Artenvielfalt


Braunkehlchenfoto: H.Pfleger

 

 


Das neueste Update der Roten Liste gefährdeter Arten des IUCN (Weltnaturschutzorganisation) zeigt, dass von 47.677 gelisteten Arten, 17.291 vom Aussterben bedroht sind.Auf die einzelnen Gruppen heruntergebrochen bedeutet das, dass 21% der Säugetiere, 30% der Amphibien, 12% der Vögel, 28% der Reptilien, 37% der Süßwasserfische, 70% der Pflanzen und 35% der Wirbellosen der Bedrohung ausgesetzt sind auszusterben. Letzte Analysen der Roten Liste der IUCN ergaben, dass auch 2010, im internationalen Jahr der Biodiversität, die Artenverluste nicht gestoppt werden können. Die einzelnen Regierungen sind nun gefordert, dem drohenden Artenverlust entschieden entgegen zu treten.

Die önj ist seit Jahrzehnten für die Artenvielfalt regional aktiv. Wir engagieren wir uns für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten durch Sensibilisierung und Artenhilfsmaßnahmen. Vor allem aber die >60 ha ökologisch wertvollen Flächen im Mühlviertel/Böhmerwald sind ein wahrer Hort an Rote-Liste-Arten. Wo sonst blühen noch Orchideen, Enziane, Arnika, Wollgräser, Bürstling & Co? Wo brütuen Braunkehlchen, Wiesenpiper & Co? Es sind kleine Inseln des Überlebens unserer einst so artenreichen Natur.

Aber Naturschutzorganisation können leider nur begrenzt Lebensräume und Arten schützen ... für eine Trendumkehr braucht es mehr engagierte Menschen und einen sorgsameren Umgang mit unserer Landschaft. Fangen Sie an ... gründen Sie Ihre eigene Öko-Insel.


Siebenschläferrettung

 


Siebenschläfer sind kleine Bilche, die bei uns in strukturreichen Mischwäldern mit vielen Baumhöhlen aber auch in Holzhütten, auf Dachböden und in Nistkästen Quartier finden. Wenn Siebenschläfer mit Menschen unter einem Dach leben, kann es Vorkommen, dass eine "Evakuierung" der kleinen Poltergeister notwendig wird. So auch im September und Oktober 2009 - wo in einem Haus im Böhmerwald bisher 9 Siebenschläfer in Lebendfallen gefangen und von uns anschließend wieder im Wald freigelassen wurden. Der Siebenschläfer steht nämlich unter Naturschutz.

Wenn wir schon einmal Siebenschläfer bei der Hand haben, haben wir sie unter anderem auch gleich den Kindergarten- und Volksschulkindern in Haslach gezeigt. :-)

weiter Infos zum Siebenschläfer


önj-Veranstaltungen

 

Für heuer sind die öffentlichen önj-Veranstaltungen vorbei ... wir sehen uns wieder 2010.

Tag der offenen Mühle
So, 20. September 2009, 14:00 Uhr, in der Berdetschläger Mühle bei Ulrichsberg
mit Führung durch die Torf-Au

Wanderung am Grünen Band Europas - 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs
Sa, 26. September 2009, 9:00 Uhr, Treffpunkt: ehem. Zollhaus Hörleinsödt
Dauer: ca. 4 Stunden


Böhmischer Enzian - wieder Enziane auf den önj-Wiesen

 

Seit vielen Jahren bemüht sich die önj Haslach um den Erhalt des Böhmischen Enzians. Neben der Sicherungen, dem Monitoring und Management der wenigen verbliebenen Standorte, bemühen wir uns auch um die Nachzucht und Wiederansiedelung der Art auf geeigneten Flächen.

Die Wiederansiedelung auf der önj-Enzianwiese, wo der Enzian leider ausgestorben war, verläuft sehr vielversprechend. Nach mehrjährigen Bemühungen blühten heuer wieder 70 Enziane auf dieser önj-Wiese. Ein schöner Erfolg.


Storch

 

Der eine Haslacher Jungstorch, der heuer überlebt hat und nach der spektakulären Rettung vom Horst in einer burgenländischen Storchenstation aufgezogen wurde, ist im August gemeinsam mit anderen Störchen flügge geworden und Richtung Afrika abgeflogen.

Auch der verbliebene Haslacher Altvogel ist im August wieder Richtung Afrika abgeflogen. So kommt die Haslacher Storchengeschichte 2009 doch noch zu einem halbwegs guten Ende und wir hoffen auf eine gute Storchenrückkehr im Frühling 2010.


Neues aus der Nationalparkregion Böhmerwald

 

"Unser Wilder Wald" - die halbjährlichen Zeitungsbeilage des Nationalparks Bayerischer Wald - informiert über Aktuelles in den Nationalparken Bayerischer Wald und Sumava (diesmal u.a.: Biologische Vielfalt, Ergebnisse vom Borkäfersymposium, zwischen Baumkronen wandeln, Wildnis überwindet Grenzen, Wie man unsichtbare Luchse sichtbar macht, ...)

Die Zeitung können Sie unter obigem link herunterladen.


Neues von den Störchen

 

In der Vogelstation in Parndorf wächst nun der eine verbliebene Haslacher Jungstorch mit Altersgenossen gut heran - siehe Fotos. Insgesamt ist heuer das Wetter für Jungstörche leider sehr schlecht und überall in Mitteleuropa sind Ausfälle zu beobachten.

Der verbliebene Haslacher Altstorch verbringt viel Zeit auf seinem Horst und erhält in jüngster Zeit auch immer wieder Besuch von einem zweiten Storch.


Pech, Dramatik und hoffentlich ein gutes Ende bei den
Haslacher Störchen 2009

 

Am Dienstag, 26. Mai 2009 ging über Haslach ein schweres Gewitter mit heftigem Wind nieder. Dabei stürzte ein Altvogel und Teile des Storchenhorstes herunter. Der Storch war tot und kam zur wissenschaftlichen Untersuchung ins Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen.

Der verbliebene Altvogel huderte die Jungen, aber es fehlte jetzt der Partner, der auf Nahrungssuche ging. Zwei Tage harrte der Storch bei Schlechtwetter und Kälte bei seinen Jungen aus, obwohl die Chancen gleich Null waren die Jungtiere alleine durchzubringen. Nach intensiven Beratungen mit Experten legten wir am Dach des BBRZ Futter vor, was der Storch aber nicht annahm. Eine weitere Möglichkeit wäre die Bergung der Jungen und deren Aufzucht in einer Vogelstation mit anschließender Wiederfreilassung.

Unter großem Einsatz von Polizei & Feuerwehr wurde alles mögliche versucht! Aber leider war sowohl die Rohrbacher Drehleiter als auch die 42 m lange Drehleiter der Berufsfeuerwehr Linz ein bißchen zu kurz, um die Jungtiere erfolgreich zu bergen.

Doch Eva Grielhüsl ließ nicht locker, organisierte den großen Kran der Firma Hehenberger und mit Hilfe der Feuerwehr Haslach gelang es schließlich die Jungen zu bergen.

Insgesamt waren 5 Jungstörche geschlüpft - zwei waren vor der Bergung bereits verendet. Ein weiteres, sehr schwaches Tier verendete kurz darauf. Die beiden kräftigsten Jungvögel aber konnten mit intensiver Betreuung am Leben erhalten werden, erholten sich schnell und kamen über die Vogelstation Haringsee in die Storchenstation Parndorf (Burgenland). Dort wachsen sie mit anderen Störchen hoffentlich zu kräftigen Vögeln heran, die im Spätsommer wieder nach Afrika ziehen und wer weiß, vielleicht eines Tages wieder in Haslach landen.

Der verbliebene Altvogel wird wahrscheinlich im Laufe der kommenden Wochen und Monate immer mehr die Bindung an den Haslacher Horst verlieren und Ende August wieder nach Afrika ziehen. Dann hoffen wir, dass er im Frühjahr 2010 mit einem neuen Partner wiederkehrt.

HERZLICHEN DANK allen, die mitgeholfen haben!

weitere Fotos gibts hier

Welcher Vogel ist das?

 

Vogelbeobachtungen sind das ganze Jahr hindurch schöne Naturerlebnisse. Oft aber möchte man gerne wissen, welchen Vogel man denn da gerade beobachtet hat. Neben einem guten Bestimmungsbuch ist der Online-Vogelführer des "Nabu" eine gute Möglichkeit Vögel sicher zu bestimmen.


"Wieviel ist zuviel?" oder "Naturschutz - ja, aber ..."

 

 

 

Als Mensch, der sich für Natur & Ökologie interessiert und einsetzt, ist man immer wieder mit Diskussionsbeiträgen konfrontiert, die alles Mögliche fordern. Hier ein paar Gedanken dazu ...

Naturschutz ist "in", denkt man. Manchen ist er schon zu "in", Naturschutz sei wichtiger als alles andere heißt es da. Nichts mehr dürfe man machen. Zu viele Fischotter, Kormorane und Graureiher rotten unsere Fischbestände aus, lautet ein Vorwurf.

Naturschutz höre offensichtlich an der Wasseroberfläche auf. Viele freuen sich über die Wiederkehrer wie Biber und Elch. ….aber: Zuviele Biber ruinieren unsere Flussufer, zu viele Elche unsere Wälder heißt es da. Beim leidigen "Borkenkäferproblem" hört man gar, zu viele Borkenkäfer ständen in Nationalparks unter Naturschutz! Zuviele Luchse dezimieren den Rehbestand, meinen die Jäger, die Landwirte meinen aber es gäbe zu viele Rehe. Es gibt hier also sogar einen Widerspruch des "zuviel"! Zuviele "Raubvögel" und Eulen fressen zuviel Niederwild …Hasen, Fasane etc. Im Namen des Naturschutzes soll sogar ein "zuviel" an Bussarden geschossen werden, da es zu wenige Eidechsen gibt, war kürzlich zu lesen.

Zuviele Marder plündern zu viele Singvogelnester, so ein weiterer Vorwurf. Krähen und Elstern gibt es ohnehin viel zu viele. Paradox, dass gerade zu wenige Habichte und Uhus ein zuviel an Krähen und Elstern bewirken. Zu viele Frösche machen zuviel Lärm, und Ringelnattern an einem Gartenteich fressen zu viele Frösche. Doch mal ehrlich, wer mag schon Schlangen, schon gar, wenn sie "zu viel" werden?

Offenbar haben wir von vielem zuviel. Gibt es noch Arten, von denen es nicht "zuviel" gibt? Singvögel mag wohl jeder. Oder doch nicht? Wenn zu viele Meisen über die Sonnenblumen herfallen und zuviele Amseln die Blumenbeete umwühlen, dann ist das doch zu viel des Guten!

Sicher es gibt sie noch die Arten, die fast niemandem "zu viel" sind - es handelt sich wohl um jene, die auch zu viele Leute gar nicht kennen. Für alle anderen, die "zu viel" sind, gibt es aber ein probates Mittel: Abschuss, Fang …kurz gesagt, Dezimierung auf ein "erträgliches Maß".

Es muss doch verwundern, wie wenig die Natur für ein erträgliches Maß selbst sorgen kann.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht das folgende Pardoxon interessant: Zu wenige Habichte führen zu zu wenigen Singvögeln! Wie das? Der Habicht - verfolgter Übeltäter in vielen Belangen - fängt selbst kaum Singvögel. Er fängt und verdrängt allerdings Krähen, Sperber, Marder - die natürlichen Feinde kleiner Singvögel. Zu wenige Habichte bedeuten also zuviele Krähen, Sperber, Marder, d.h. zu wenige Singvögel! Stört man ein Glied der Kette z.B. durch gezielten Abschuss kann dies weitreichende, oft nicht leicht einsehbare Folgen haben. Und so "muss" man nicht nur Habicht, sondern auch Krähen, Sperber, Marder etc. schießen… vielleicht irgendwann sogar Singvögel?

Die Natur - und nicht zuletzt der Einfluss des Menschen auf selbige - funktioniert viel komplexer, als es das Zuordnen einzelner Verursacher oder gar "Feindbilder" zulässt. Dass sich ein "zuviel" oder "zuwenig" aber zudem vor allem an den Gegebenheiten unserer - meist menschlich beeinflussten - Landschaft orientiert, wird dabei oft großzügig außer Acht gelassen.

Ein Blick über den oft begrenzten Horizont zeigt, dass vielleicht nicht jedes Problem durch Schießwut zu lösen ist!


Fangeisen werden verboten

 

Als letztes Bundesland wird nun auch OÖ die Jagd mit Fangeisen verbieten. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Verletzungen und Tötungen von geschützten Wildtieren wie Fischotter, Schwarzstorch, Uhu, Biber, Luchs uva. durch Fangeisen.

Weitere Informationen im Artikel der Amtlichen Linzer Zeitung vom 17.04.2009.


Der Storch ist gelandet

 

Alle Jahre wieder ist es ein besonderes Hinwarten und ein besonderes Erlebnis, wenn der Weissstorch am Haslacher Horst eintrifft. Heuer war es am 02. April soweit. Der erste Storch ist gelandet. Der zweite folgte eine Woche später am 09. April. Wir sind froh, dass die Weissstörche nun zum 14. mal Haslach für ihre Sommerfrische und als Kinderstube für die hoffentlich recht zahlreichen Jungen ausgewählt haben (bisher 23 flügge Jungstörche insgesamt am Haslacher Horst). Auf ein gutes Storchenjahr!

Weitere Informationen zum Storch im Mühlviertel und in Südböhmen finden sie in unserem Storchenfolder.


Erlebter Frühling - SpringAlive!




Bird-Shaker

Vogel-Puzzle

 

Alle Jahre wieder - kehren Rauschwalbe, Mauersegler, Kuckuck, Weißstorch & Co im Frühling zurück

Es ist immer ein besonderes Erlebnis, wenn der Winter endlich von der Landschaft ablässt und der Frühling Einzug hält. Mit den ersten Frühlingstagen kehren auch viele Zugvögel aus den Winterquartieren in Afrika wieder zu uns zurück. Vier Vogelarten, die den Frühling besonders ankündigen sind Rauchschwalbe, Mauersegler, Kuckuck und Weißstorch.

Auf der Projektseite "SpringAlive!" der Vogelschutzorganisation BirdLife kann man die Rückkehr des Frühlings und der Zugvögel nach Europa alljährlich verfolgen.

Hier gehts zu 2 online-Vogelspielen für Kinder (von BirdLife).


Der Eisvogel ist „Vogel des Jahres 2009“

 

 

 

 


Eisvogel-Onlinespiel für Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der „fliegende Edelstein“ braucht naturnahe Gewässer zum Überleben

Der Eisvogel war bereits 1973 Jahresvogel. Die Entscheidung, den Eisvogel nach 36 Jahren erneut zum Symboltier für das Jahr 2009 zu wählen, ist bewusst gefallen. Die damaligen Forderungen haben nicht an Aktualität verloren: Der Eisvogel braucht sauberes Wasser, naturnahe Bäche, Flüsse und Seen sowie artenreiche Talauen. Nur dort findet er seine Nahrung, überwiegend Kleinfische, und natürliche Steilwände für die Anlage seiner Brutröhren. Diese Lebensräume sind trotz mancher Fortschritte im Gewässerschutz immer noch Mangelware.

Angesichts der Goldgräberstimmung bei regenerativen Energien sind Pläne zu erkennen, die Wasserkraft an schnell fließenden Bächen auszubauen. Damit würden viele naturnahe Lebensräume des Eisvogels beeinträchtigt.

Woher der Name des etwa spatzengroßen Eisvogels (Alcedo atthis) stammt, ist strittig. Manche Deutungen leiten den Namen vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“ oder „glänzen“ ab. Die Bezeichnung „Schillervogel“ passt zum flirrenden Farbenspiel, das der Eisvogel im Sitzen und im Flug bietet. Andere Autoren interpretieren den Eisvogel als „Eisenvogel“ und vermuten einen Bezug auf das stahlblaue Rücken- oder das rostfarbene Bauchgefieder.

Als der Eisvogel 1973 zum ersten Mal Vogel des Jahres war, waren seine Bestände und Brutplätze wegen wasserbaulicher Maßnahmen, wachsender Wasserverschmutzung sowie Störungen durch Erholungssuchende stark zurückgegangen. Durch wirkungsvolle Abwasserreinigung hat sich die Qualität unserer Gewässer inzwischen erheblich verbessert. Auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie setzte neue Impulse für den Gewässerschutz. Der Abwärtstrend des Eisvogels konnte so zwar gestoppt werden, jedoch hat sich der Bestand lediglich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert.

Heute ist der Eisvogel nirgends häufig. Denn wo Bäche und Flüsse in ein Korsett aus Stein und Beton gezwängt worden sind und Stauwehre wandernden Fischarten den Weg versperren, findet der Eisvogel weder genügend Nahrung noch ausreichend Brutmöglichkeiten. Trotz mancher Verbesserungen zählt die naturnahe Umgestaltung vieler Gewässer daher zu den vorrangigen Aufgaben des Natur- und Umweltschutzes.

Mit etwas Geduld und Glück kann man auch an den Flüssen des Oberen Mühlviertels (Große Mühl, Steinerne Mühl, Kleine Mühl, Ranna, ...) Eisvögel antreffen. Sein Pfeiffen, seine Farbe und sein pfeilschneller Flug sind unverwechselbar. Wenn Sie im Mühlviertel/Böhmerwald einen Eisvogel beobachten, würden wir uns über Ihre Mitteilung freuen.

Eine Gewässerpolitik für naturnahe Flüsse, die dem Eisvogel nützt, ist auch ein wirkungsvoller Hochwasserschutz und kommt der Natur und den Menschen, die an Flüssen leben, zugute. Neben der Einrichtung von Gewässerrandstreifen und der Ausweisung von Überschwemmungsgebieten ist ein Stopp für den weiteren Ausbau der letzten freien Fließgewässerstrecken notwendig.

Wollen wir dem Eisvogel dauerhaft eine Heimat bieten, brauchen wir lebendige Flüsse.

Hier gehts zum online-Eisvogelspiel für Kinder (von Nabu).

Fotos: Nabu/Delpho


Umbruch im Märchenwald

 

Umbruch im Märchenwald - ein Beitrag aus dem Nationalpark Bayerischer Wald

Natur Natur sein lassen - wie weit kann man es in Mitteleuropa mit diesem Leitsatz für Nationalparke treiben? Dürfen Wälder sich radikal wandeln, Käfer für Baumsterben sorgen, Raubtiere ungehindert umherstreifen? Beim GEO-Tag der Artenvielfalt ist ein Reporterteam im Bayerischen Wald auf höchst wiederstreitende Standpunkte dazu getroffen ... lesen sie mehr


sunnseitn 2008

 

 

12. Unterkagerer sunnseitn 2008 - Zur Entschleunigung von Mensch und Landschaft

Samstag, 6. September 2008, 19:00 Uhr, TuK Haslach
sunnseitn-Gespräche: "Biobauern - ein guter Boden für das Klima?"

Sonntag, 7. September 2008, ab 11 und 13 Uhr, Teufelmühle und Unterkagererhof
Frühschoppen und Musikantentreffen mit Wiesen sitzen, tanzen und liegen.

 


Seltene Brüter im Oberen Mühlviertel

 

Braunkehlchen und Auerhuhn sind zwei Vogelarten, die im Böhmerwald/Mühlviertel besonders selten geworden sind - um nicht zu sagen fast ausgestorben sind. Braucht das Braunkehlchen als Wiesenbrüter extensive Spätmähwiesen und Brachen mit ausreichend Sitzwarten, so braucht das Auerhuhn vor allem strukturreiche, lichte und stufige Nadelwälder mit reicher Bodenvegetation (va. Heidelbeere) als Deckung und Nahrung. Beide Arten sind auch störanfällig - beispielsweise besonders gegenüber frei laufenden Hunden.

Umso erfreulicher ist, dass heuer wieder Brutnachweise beider Arten möglich waren. Unverzichtbar für ein Überleben im Mühlviertel/Böhmerwald ist es aber, diesen beiden mittlerweile extrem seltenen Vogelarten, mehr passende Lebensräume anzubieten.

(wie immer Danke für die Fotos an H.Pfleger)


Artenvielfalt im Böhmerwald

  10. GEO-Tag der Artenvielfalt im Bayerischen Wald

Am 14. Juni fand die Hauptveranstaltung des 10. GEO-Tags der Artenvielfalt im Nationalpark Bayerischer Wald statt. Rund 1600 verschiedene Arten wurden gefunden, darunter außergewöhnliche Glanzlichter.

Neben Urwaldresten wie der Mittelsteighütte kartierten die Experten auch die großen Totholzflächen am Lusen. Der in diesen Flächen ablaufende Prozess von Vergehen und Entstehen eines Waldes bietet neben eindrucksvollen Bildern auch die Chance für einen Neuanfang. Denn gerade hier entstand in den letzten Jahren eine beeindruckende Artenvielfalt. Trotz eines Kälteeinbruchs Mitte Juni wurden circa 1600 Arten aufgenommen. Ein eindrucksvoller Beleg, dass zur Erhaltung der Artenvielfalt dringend mehr Wildnisschutzgebiete gebraucht werden.

Bienenfresser, Steinadler, Habichtskauz
Neben der reinen Artenzahl von 1600 wurden einige Neufunde für den Nationalpark entdeckt. Prominentes Beispiel ist der Bienenfresser, der erstmals am Lusen entdeckt wurde. Auch die Sichtung von Weißrückenspecht, Steinadler oder eines Habichtskauzes samt Jungvögeln sorgte für Freude.
Eine kleine Sensation war der Fund des Duftenden Feuerschwammes (Phellinus pouzarii), eines Pilzes, der weltweit bislang nur achtmal nachgewiesen wurde. In Deutschland kommt er nur hier vor. Der Grund dafür ist einfach: er wächst nur an über 300-jährigen Tannen, die sich in der so genannten Finalphase befinden, in der sich Holzteile mit dem Finger ablösen lassen.

Vielfalt durch Geschehenlassen
Dieser Pilz steht stellvertretend für viele weitere bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die im Nationalpark Bayerischer Wald eine erfolgreiche Rückkehr feiern. Denn erst durch das Zulassen der Borkenkäfermassenvermehrung gemäß dem Nationalpark-Motto "Natur Natur sein lassen" entstand innerhalb kürzester Zeit eine unglaubliche Fülle an Strukturen, die in den heimischen Wirtschaftswäldern nicht mehr entstehen können. Auch das Alter des Waldes spielt eine Roll: Neueste Forschungsergebnisse zeigen auf, dass man erst ab 200 Jahren guten Gewissens von einem „echten“ Wald sprechen kann.

Mehr Mut zur Wildnis
Mehr Mut ist notwendig, um endlich neue Großschutzgebiete auszuweisen und Wälder wieder alt werden zu lassen. Ebenso ließe sich den Flüssen – wie in anderen Ländern längst üblich – mit intelligenten Konzepten wieder mehr Platz geben und so neben dem Artenschutz auch aktiv Hochwasserschutz betreiben.
(vgl. www.bund-naturschutz.de)


Erfolg für den Ökobaumeister Biber

 

Die bayerische Staatsregierung hat am 3. Juni 2008 beschlossen, jährlich 250.000 Euro bereitzustellen, um vom Biber verursachte Konflikte mit der Landnutzung zu lösen. Damit ist bei unseren bayerischen Nachbarn die Voraussetzung geschaffen, unnötige Konflikte mit Bauern und Waldbesitzern wesentlich zu entschärfen.

Es ist davon auszugehen, dass dadurch und durch die Tätigkeit der bayerischen Biberberater auch bei Landnutzern die Akzeptanz für den Biber wächst. Damit kann es besser gelingen, dass der Ökobaumeister Biber kostenlos für den Steuerzahler Fließgewässer renaturiert. Unverzichtbar ist der Biber zum Rückhalt von Wasser in der Landschaft: durch seine Stautätigkeit ist er die einzige Tierart, die bei Klimawandel und zunehmenden Extremniederschlägen uns Menschen hilft, dass Hochwässer gebremst und zum Beispiel Überflutungen ganzer Ortschaften vermieden werden können.

So ein ausgesprochenes Engagement der Regierung für den Biber wär doch auch eine gute Idee für Österreich.
(vgl. www.bund-naturschutz.de)


Gesehen und fotografiert im Juni

  Bei uns ist der Langstreckenzieher von April bis September zu beobachten. Sein Winterquartier hat er im tropischen Afrika. Abreisezeit und Zugrichtung sind ihm angeboren. Der Feldschwirl lebt in offenen Landschaften, feuchten Wiesen, Sümpfen, Mooren, am Flussufer und in Heiden.
Feldschwirl in der Stadl-Au    
     
  Die Schwerpunkte der europäischen Verbreitung liegen in Südrussland sowie in der Ukraine. In größeren Zahlen kommt die Art in Ungarn, Rumänien und Serbien vor. Kleinere Populationen bestehen in Italien, Bulgarien und Moldawien, in Österreich, der Slowakei, sowie in Weißrussland. Unregelmäßig brütet der Rotfußfalke auch in Tschechien und in den baltischen Staaten, gelegentlich auch in Deutschland.
Rotfußfalke bei Kollerschlag    

... Fotos von H.Pfleger mit bestem Dank ;-)


Gesucht

   
Russischer Bär / Spanische Flagge   Gelbbauchunke   Waldläusekraut

... wenn Sie eine der oben angeführten Arten bei uns beobachten, würden wir uns über eine Nachricht freuen.


Der Storch ist gelandet

 

Alle Jahre wieder ist es ein besonderes Hinwarten und ein besonderes Erlebnis, wenn der Weissstorch am Haslacher Horst eintrifft. Heuer war es am 31. März soweit. Der Storch ist gelandet. Diesmal sind beide Störche gleichzeit angekommen und recht bald dran. Wir sind froh, dass die Weissstörche nun zum 13. mal Haslach für ihre Sommerfrische und als Kinderstube für die hoffentlich recht zahlreichen Jungen ausgewählt haben. Auf ein gutes Storchenjahr!

Neu - Storchenhorst auf der ehemaligen Molkerei in Bad Leonfelden!

Weitere Informationen zum Storch im Mühlviertel und in Südböhmen finden sie in unserem Storchenfolder.


Neues aus dem Böhmerwald



 

Die Winterausgabe 2007/2008 von "Unser Wilder Wald" - der halbjährlichen Zeitungsbeilage des Nationalparks Bayerischer Wald - informiert über Aktuelles in den Nationalparken Bayerischer Wald und Sumava (diesmal u.a.: Natura2000-Was ist das?, Moorrenaturierung, Veranstaltungsprogramm, Mehr Vertrauen in den Naturwald, Der Nationalpark ist ein touristisches Juwel, ...)

In den neuesten Luchsnachrichten von unserem bayerischen Luchs-Partnerprojekt gehts diesmal vor allem darum, wie man dem Luchs auf der Spur bleibt. Dokumentation von Luchshinweisen, Fotofallen, uvam.

Beides können Sie unter obigens links herunterladen.


Naturschutz und Schengen

 

Seit 21. Dezember 2007 sind die Staatsgrenzen im Böhmerwald, so wie wir sie bis jetzt kannten, Geschichte. Was für die Tiere des Böhmerwaldes seit vielen Jahren selbstverständlich war - nämlich ein Grenzübertritt ohne Passkontrolle - ist jetzt auch für uns Menschen möglich. Der gemeinsame Naturraum wächst erfreulicherweise so auch politisch immer mehr zusammen.

Gerade der Grenzstreifen zu Tschechien ist aber auch ein ganz besonderer Naturraum für Tiere und Pflanzen und wichtiges Rückzuggebiet für seltene Arten. Um diese Besonderheiten und die Schönheit der Landschaft zu bewahren wurden hier viele unterschiedliche Naturschutzgebiete eingerichtet.

Nehmen Sie beim Besuch unseres Nachbarlandes daher bitte Rücksicht auf die dort geltenden Bestimmungen, die meist mittels Tafeln gekennzeichnet sind. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, benutzen Sie bitte nur die ausgebauten Straßen und vermeiden Sie unnötige Fahrten. Erkunden Sie den Nationalpark und das Landschaftsschutzgebiet vor unserer Haustüre lieber zu Fuss oder per Rad und bleiben Sie auch hier auf den stets gut markierten Wegen.

In diesem Sinne einen schönen Ausflug im Grünen Herz Europas. Infos tschech. Umweltministerium, Infofolder, Langlaufkarte


Karel-Klostermann-Jahr 2008 ... zu Ehren des Böhmerwaldes

 

Die meisten Österreicher kennen Adalbert Stifter - doch wer kennt Karel Klostermann? Zwei Böhmerwalddichter - der eine vor allem in Österreich bekannt, der andere vor allem in Tschechien. Dabei haben Sie beide Bezug sowohl zu Böhmen als auch zu Österreich.

Karel Faustin Klostermann wurde im Revolutionsjahr 1848 im oberösterreichischen Haag/Hausruck geboren. Seine Eltern waren Böhmerwäldler. 1850 zog die Familie wieder in den Böhmerwald zurück, wo für Klostermann die Zweisprachigkeit von Deutsch und Tschechisch immer mehr an Bedeutung gewann. Zeit seines Lebens setzte sich Klostermann für eine friedliche Koexistenz von Deutsch- und Tschechischsprachigen ein, was aber in Zeiten aufkommenden Nationalismuses sehr schwer war.

Karel Klostermann schuf ein literarisches Gesamtwerk von über 150 Titeln. Der Böhmerwald, seine Menschen und seine Natur finden sich darin in beeindruckenden Schilderungen. "Aus der Welt der Waldeinsamkeit", "Im Böhmerwaldparadies", "Böhmerwaldskizzen", "Die Erben des Böhmerwaldparadieses", ... geben davon ein schönes Zeugnis.

Im Jahr 2008 jährt sich Klostermanns Geburtstag zum 150sten mal. Das ist eine gute Gelegenheit sich für Klostermanns Böhmerwald zu interessieren und zentrale Orte seines Werkes wie etwa Horska Kvilda, Breznik, uva. - die heute im Nationalpark Sumava liegen - zu besuchen. K.Klostermann, Radio Prag, K.Klostermann, Wikipedia


Der Bergfichtenwald

 

Der Bergfichtenwald im Böhmerwald oberhalb von 1.200 m Seehöhe verändert seit ca. 10 Jahren sein Gesicht. Wo einstmals alte Bergfichten den Wald prägten herrschen heute Todholz und Naturverjüngung vor. Bleibt die Biomasse der alten Bäume im Wald sind sie Lebensraum seltenster Tiere und Pflanzen und die Kinderstube einer neuen Waldgeneration. Was wir hier in den geschützten Bereichen des Böhmerwaldes erleben ist die Geburt eines neuen Urwaldes.

In weniger als 20 Jahren wächst auf natürliche Weise - kostenlos! - in Bergfichtenwald ein ungleichaltriger, besser standortangepasster und artenreicherer Jungwald nach, als es durch Pflanzung möglich ist. Im Bergmischwald eine Stufe darunter vollzieht sich die Waldverjüngung noch schneller. Die herumliegenden toten Stämme schützen zusätzlich vor Verbiss und verhindern die Vergrasung, wie sie die durch Borkenkäferbekämpfung und Windwurfaufarbeitung entstehenden Kahlflächen prägen.

Besuchen Sie das Rachel-Lusen-Gebiet oder das Dreisessel-Plöckenstein-Gebiet und machen Sie sich ein Bild.


Seeadler wieder heimisch im Böhmerwald

 

Erstmals wurde heuer eine Seeadlerbrut im Böhmerwald auf tschechischer Seite unweit der österr. Grenze beobachtet. Nachdem bereits im Vorjahr zwei Horste gebaut wurden gabs heuer die erste erfolgreiche Brut mit einem flüggen Jungvogel. Der Moldaustausee bietet hier ein gutes Nahrungsbiotop.

Seeadler gehören zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Im Sitzen sind Seeadler selbst auf große Entfernung meist durch ihre Größe, den etwas eckig wirkenden, sehr kräftigen und fast bulligen Körper, den sehr kräftigen und langen Hals, den großen Schnabel und die sehr kräftigen Fänge erkennbar. Auch im Flug sind Seeadler in Mitteleuropa kaum verwechselbar. Neben der bedeutenden Größe sind der weit vorgestreckte, lange und kräftige Hals und die breiten, brettförmigen und im Segelflug horizontal gehaltenen Flügel gute Merkmale. Im aktiven Flug werden die riesigen Flügel weit nach unten und nach oben durchgeschlagen.

Seeadler erreichen eine Flügelspannweite von 193 bis 244 cm.


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